Europawahl

Wir befinden uns aktuell in schwierigen Zeiten. Rechte nisten sich immer mehr ein, in Ostdeutschland besonders extrem zu beobachten (aber auch nicht erst seit gestern). Nicht nur, dass u.a. der III. Weg Plauen als große Bühne für sich gewonnen hat, auch in viele Kleingartenvereinen gedeiht die gefährliche Brut munter vor sich hin.

Aber nicht nur von Rechts wird an Europa gerüttelt. Der Brexit ist immer noch nicht durch und wird uns auch über diese Wahl hinaus weiterhin beschäftigen.
Einerseits ist das gut, denn damit haben die Menschen, die gegen den Brexit gevoted hatten, immer noch eine Chance auf einen Verbleib. An diesen zähen Verhandlungen sieht man übrigens auch, wie wichtig die Europäische Union wiederum ist. Die britische Regierung möchte raus, aber alle Vorzüge weiterhin genießen. Es ist schon ein wenig widersprüchlich, aber so ist es eben.
Andererseits kann ein unwilliges Parlament, wie wir das Britische in den letzten Monaten bereits erlebt haben, auch ein hohes Risiko für die EU bedeuten. In wie weit sich das auf den politischen Alltag in der Union auswirken wird, werden wir wohl erst später erfahren.

Neben all den Problemen, die sich in der EU aufgetan haben und immer wieder auftun, dürfen wir jedoch nicht vergessen, welche Vorteile wir dennoch genießen können. Es ist nicht nur, dass wir innerhalb EU freizügig reisen dürfen, sondern viel mehr. Du kannst jederzeit innerhalb der Union arbeiten und leben, wo du möchtest. Aber vor allem und das wird immer wieder vergessen, schützt uns das Friedens-Projekt vor Kriegen, wie sie im 1. und 2. Weltkrieg zwischen den Ländern Europas wüteten. Unsere Generation hat schon gar keine Ahnung mehr, was Krieg bedeutet, Frieden ist hierzulande selbstverständlich. Mit welchem Aufwand die Freundschaften zwischen den einzelnen Staaten jedoch errungen wurden und immer wieder gepflegt werden müssen, wird oft ignoriert. Hinzu kommt, Zeitzeugen aus den Zeiten vor der EU sind mittlerweile rar. Es ist ein Paradox, die Zeitzeugen werden rar und die Gefahr von Rechts erblüht.

Also, trotz aller Krisen und Gurken-Richtlinien, sollten wir ein immenses Interesse an einer geeinten europäischen Union haben. Als nationale Staaten werden wir scheitern, die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. Die Antwort liegt ganz klar in der Europäischen Union.

Wofür du dich bei der Europawahl am 26. Mai 2019 auch entscheidest, deine Stimme zählt.

Ich bin Europäer, Deutscher, Sachse, Wahlleipziger, Erzgebirgler. Ich werde per Briefwahl wählen.

🇪🇺

❤️🧡💛💚💙💜

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